Neuseeland 2006-07

Montag, 19. Juni 2006

"And I...have the time of my liiiife..."

....da bin ich wieder, heil aus dem eher unfreiwilligen Urlaub und dem totalen Schneechaos zurückgekehrt.
...aber fangen wir mal von vorn an.... das wäre also am 3.6. An den Tag bin ich nach Christchurch gefahren und habe mir erst mal die Stadt angeschaut. Eigentlich gibts da ja nicht viel zu sehen, nur ein paar ältere Häuser und ein Park sowie einiges an Kunst und Museen. So habe ich also eine entspannte Tour durch die Museen und die City genossen. Eigentlich habe ich sogar den ganzen Tag nur im Artscenter verbracht, eine Galerie nach der anderen und dann den Kunstmarkt besucht... naja, Ihr wisst ja wie das so mit mir und den Kunstmärkten ist, das dauert dann immer etwas länger, kostet etwas mehr und ein Ende ist erst in Sicht wenn sich der Ladenschluss nähert. Danach habe ich noch einen kleinen Bummel durch die City und mich dann im Hostel chic fürs Theater gemacht. Denn ich hatte ja erzählt, dass ich mir zum Geburtstag ein Ticket für die Show "Maui" gegönnt habe. Die Show war richtig gut, viele traditionelle Maori Tänze und Gesänge und ein Teil der Mythologie... leider war die Sprache aber auch Maori, so dass man die Story aus gelegentlichen Ansagen auf Englisch sowie dem Programmheft herausbekommen musste.
Aber ich habe es trotzdem verstanden und sehr genossen. Auf dem Nachhauseweg hab ich dann ganz nette Musik gehört und in einer netten kleinen Kneipe gegenüber dem Hostel eine Nachwuchsrockband angehört, bei denen es schon echt ab ging.
Am nächsten Tag bin ich dann in Richtung Arthur's Path aufgebrochen und habe auf dem Weg noch die Maori-Kulturstätte Kura Tawhiti (sehr interessante Steinformationen und offensichtlich wohl auch eines der bekanntesten Klettergebiete Neuseelands) und das Cave Stream Scenic Reserve (mit einer 500m langen Höhle, durch die man auch durchwandern kann... wenn das Wasser nicht so hoch steht, man 2 Taschenlampen hat, nicht allein wandert und es draußen etwas wärmer ist, so dass man sich nicht die Füße abfriert) angesehen. Im Arthur's Path Village angekommen, habe ich noch den kurzen Walk zu einem ziemlich hohen Wasserfall geschafft und den "Historic Town Walk" gemacht (der doch etwas langweilig war).
Abends beim Kochen habe ich dann Mike aus der Schweiz kennengelernt. Zusammen haben wir dann gleich diesen Abend noch den "Wobbly Kea", einen sehr netten Pub nebenan, abgecheckt. Das war ein total gemütlicher Abend. Der Film über Jonny Cash "Walk the Line" wurde gezeigt... in erstaunlicher Qualität, wenn man mal considered, dass wir da so gut wie am Ende der Welt waren. Außerdem gibts natürlich immer ein leckeres Schwarzbier, das ich seit ich hier bin sehr lecker finde.
Montag wurde der Queen's Birthday nachgefeiert (irgendwie wird der nicht gefeiert wenn die Queen Geburtstag hat, sondern erst später, dass sie in England schönes Wetter haben zum richtig Party machen) und ich hatte darum diesen Tag noch frei und habe mir dazu den Dienstag freigenommen, dass sich diese doch etwas weitere Strecke mit dem Auto lohnt. Da sind Mike und ich dann früh aufgestanden und haben den Otira Valley Walk in Angriff genommen. Das war schon ein Naturschauspiel... vereiste Wasserfälle, Steine mit Eiskappen, Gletscher mit Gletscherhöhlen, stahlblauer Himmel, verschneite Bergkappen und alpine Pflanzen. Im Tal wandert man meist im Schatten, also sind wir so weit hinter und dann hoch gelaufen, bis wir ein wunderschönes, sonnenbeschienenes Picknickplätzchen gefunden hatten. ...abends, als wir wieder da waren gabs dann noch das obligatorische Wanderbierchen und dann sind wir auch bald zu Bett gegangen, da wir uns für den nächsten Tag den Avalanche Peak Track vorgenommen hatten und dafür der Wecker auf 6:30 gestellt... und wir sind auch fast pünktlich aufgebrochen und haben dann die ersten Sonnenstrahlen schon einige Höhenmeter auf dem Berg erlebt. ...wir sind auch bis fast auf den Gipfel gegangen, nur ganz oben war es dann sehr eisig. Wir hatten eine einmalig tolle Aussicht und es war ein wirklich eindrückliches und bleibendes Erlebnis oben auf einem Berg, so viele Meter über dem Boden auf alles herab zu blicken ... ich glaub ich bin süchtig. Am Abend wurde dann im Wobbly Kea Mike's Geburtstag gefeiert und der Wirt hat uns viele Geschichten rund um den Arthurs Path und Timaru (er ist aus Timaru) erzählt... eine wirklich gemütliche und sehr lange Nacht im Pub :-) ...trotzdem wurde natürlich nicht lange geschlafen, sondern wir sind wiederum sehr früh aufgestanden, da ich am Dienstag noch bei Stephen (meinem Chef) angerufen hatte und weil es so grandioses Wetter war noch einen Tag Urlaub mehr erbeten hatte. 8.00 morgens haben wir dann den nächsten Gipfel in Angriff genommen. Insgesamt war die Wanderung glaube ich noch toller, wenn auch etwas aufregender, da es streckenweise schon sehr schmal war und neben einem 200m runter ging (wir sind auf einem Grat gewandert) oder auch mal klettern notwendig war .... nun aber genug davon erzählt....schaut Euch lieber die vielen atemberaubenden Fotos vom Arthurs Path und die Fotos von Christchurch und Unterwegs an (in echt ists natürlich noch 1000x schöner, aber einen Eindruck bekommt Ihr schon!)

Und nun zu der wohl schönsten Woche in Neuseeland bisher. Es fing wohl alles damit an, dass ich mich mit Mike zum Snowboarden für den Samstag verabredete. Die zwei nähesten Skigebiete im Umkreis von Timaru sind das Mount Hut Gebiet, welches aber an diesem Samstag eröffnen sollte und darum wohl total überlaufen war (zumal es das nächstgelegene Gebiet von Christchurch, der größten Stadt der Südinsel ist) sowie Mount Dobson. Da wir natürlich nicht dicht an dicht mit den anderen Winterverrückten fahren wollten, haben wir uns dann letztenendes für den Mount Dobson entschieden. Samstag früh bin ich dann losgedüst, hab in Farlie Mike aufgesammelt und wir haben vor Ort Boards ausgeliehen. Nach einer haarsträubenden 15km-Fahrt bergauf auf einer wohl erst kurz vorher wieder freigebaggerten Schotterstraße (ich hatte nur fast einen hysterischen Anfall, hab mich also noch zusammenreißen können *g*) waren wir inmitten von schneebedeckten Bergen und ich konnte meine Snowboarderfahrungen etwas erweitern....es macht soooo doll Spaß sag ich Euch, auch wenn ich mein Hinterteil vor lauter Schmerz dann schon gar nicht mehr spüren konnte ;-) Zum Übernachten sind wir dann zum Lake Tekapo gefahren, da dort eine wirklich schöne Jugendherberge direkt am See ist.
Die Snowboards hatten wir für Sonntag gleich mit ausgeliehen, mussten sie aber leider zurückgeben, da es so gestürmt hat (über 200 km/h auf Mount Dobson), dass das Skigebiet geschlossen hatte und wir die Snowboards zurück gefahren haben. Das war sehr erstaunlich, da östlich der Berge strahlender Sonnenschein war und auf dem Rückweg westlich der Berge der Weltuntergang anfing. Wir haben uns dann also entschieden auf einer weiteren Schotterpiste einmal um den See zu düsen und das andere Skigebiet näher in Augenschein zunehmen sowie den Beginn des Sees (auf der Karte sieht es aus, als ob viele kleine Flüsse aus unterirdischen Quellen dort reinfließen). Aber hinten angekommen goss es in Strömen, so dass wir uns statt dessen entschieden haben in dem ca. 4° kalten See ein Bad zu nehmen.... brrrrrr, schon ekelig feucht und kalt *g*. Um anschließend wieder warm zu werden haben wir noch die 1,5h Wanderung zum Mount John Ausblickspunkt zu machen....danach konnte ich das Wasser aus meinen Schuhen auskippen und meine Sachen auswringen, so nass war ich.

Da wir gehört haben, dass es "ein bisschen" schneien sollte, hab ich dann noch einen Einheimischen gefragt, ob man Schneeketten ausleihen könne und er meinte, dass ich die nicht brauchen werde, es komme sowieso kein Schnee. ...haha, Joke der Woche kann ich Euch sagen. Denn so gegen 2.00 morgens wurde es auf einmal leise (vielleicht bin ich darum aufgewacht, weil plötzlich die Geräuschkulisse von Sturm und Regen aufhörte)...und als ich aus dem Fenster sah lag auf einmal riesen viel Schnee... gegen 6.00 morgens dann 55cm um genau zu sein.
Mein Auto war total eingeschneit, die Türen und nix ging mehr auf, die Straßen waren zu und im Prinzip ist das totale Chaos ausgebrochen, da auf fast der ganzen Südinsel die Straßen gesperrt wurden, der Strom ausgefallen ist, es kein Telefon, kein Handynetz und kein Internet mehr gab.
Aber die Kiwis sind ja ziemlich relaxed, also hatten einfach alle Läden geschlossen und alle haben sich vor Ihre Feuerstellen gekuschelt. Und wir saßen in dem YHA Hostel in Tekapo fest.

Anfangs fand ich das ja nicht wirklich lustig, da ich schließlich Dienstag wieder auf Arbeit sein und fleißig programmieren wollte, aber da ich mir ja vorgenommen hatte etwas mehr von der Kiwi-Einstellung zu bekommen hab ichs dann vorerst etwas lockerer genommen. Die Straßen waren eh gesperrt, mein Auto eingeschneit und in ganz Tekapo gab es (entgegen der Angabe der Touristinfo in Timaru dass es an jeder Tankstelle welche gäbe) keine Schneeketten zum Ausleihen. Um 8.00 morgens kam dann Steffi ins Hostel. Sie hatte Ihren Campervan unter einem Baum geparkt und um 7.00 morgen kam ein großer Ast runter und fiel direkt auf Ihr Auto...es brauchte dann ziemlich viele nette Leute und die Polizei mit einem 4-Wheel-Drive das Auto zu befreien und auf einen Parkplatz zu schleppen.

Nachdem wir uns also damit abgefunden hatten, dass wir nicht all zu schnell wieder weg kommen würden, haben wir uns auf eine wunderschöne Winterwanderung gemacht... kniehoher Schnee, ein verschneiter Märchenwald, schwarze Schwäne in einer grau-weißen Traumlandschaft... langsam tauchte aus dem schwarz-weiß-Poster-Motiv ein stahlblauer Himmel auf. Wir haben Schwarze Pferde gefüttert, die einen sehr schönen Kontrast zu dem weißen Schnee gebildet haben, und als die Sonne dann endgültig den Durchbruch geschafft hatte, sind wir durch den frischen Schnee auf einen Ausblickshügel gestapft und haben die wunderbare Aussicht über die verschneiten Bergketten und das Dorf genossen. Und da wir ja leider keine Snowboards mehr hatten (sehr zu unserem Ärger konnte man auch im Ort keine ausleihen), hab ich mir einfach den Spaß gegönnt kopfüber in den Schnee zu springen... ;-)

Es war übrigens auch sehr gemütlich und super entspannend mal keinen Strom zu haben. Niemand konnte Fernsehen oder anderweitig elektronischen Krach machen (nagut, Nick aus Tasmanien hatte noch ein batteriebetriebenes Lautsprecherset für seinen IPod, so dass wir noch etwas Musik hatten)... somit hatten wir ein leckeres Barbeque im Schnee, Candellightdinner und haben den ganzen Abend bei Kerzenschein Uno gespielt (der Unterschied zwischen blau und grün ist dann schon sehr schwierig, aber ich hab sowieso die ganze Zeit nur Karten gezogen, darum war das nicht so wild *lach*). Mit 4 Decken war es dann auch in der Nacht bei offenem Fenster und Minusgraden nicht all zu kalt.

Für Dienstag hatte ich mir dann was besonderes vorgenommen; mitnerweile hatte sich die Sonne rausgekämpft, der Himmel war strahlend blau, die Berge wunderschön weiß... und der See türkis blau. Da Ihr mich ja kennt, wisst Ihr ja, dass die Versuchung da sehr gross ist... und ich habe Ihr einfach nachgegeben und auch Mike dazu überredet. Wir haben uns also von Brian, unserem "Hostel-Papa" zum Strand fahren lassen... und auf einmal war der ganze Strand voll Menschen, da alle aus dem Hostel Fotos machen wollten. Wir haben uns also schnell umgezogen und sind ca. 200m barfuß durch den knietiefen Schnee zum See gerannt, haben für ein paar Fotos gepost und sind dann nochmal Baden gegangen:

cimg26821

Dieses Foto gibts jetzt in Malaysia, China, Japan, Frankreich, Alaska, der Schweiz, Deutschland.... :-)))))
Ich muss sagen, das Zurückrennen durch den Schnee war wesentlich schlimmer, meine Füße konnte ich dann schon nicht mehr spüren, aber es ist alles noch dran ;-)
Zurück im Hostel habs dann eine bunte Gemüsesuppe, die seit den frühen Morgenstunden aus den Resten die jeder noch so hatte auf dem Fireplace gekocht hatte.
Abends gabs dann wieder Gegrilltes und ich hab was gemacht was ich schon immer mal machen wollte: ich hab mich im Bikini in den Schnee geworfen und bin drin rumgerollt...dummerweise hab ich mich dann ausgesperrt, so dass ich dann noch ums ganze Haus laufen und an allen vorbei gehen musste um nach drinnen zu kommen...und die Dusche war dann auch noch eiskalt, da es immernoch keinen Strom gab. Ich bin jetzt also voll abgehärtet *g* Anschließend haben wir dann alle zusammen in dem Zimmer mit dem schönen warmen Feuerchen gesessen und lustige Spiele gespielt ... und auch wenn ich nicht so aussehe, ich hab fast einen Spagat gemacht (es war ein Spiel um zu sehen wer am gelenkigsten ist und was sich alle so einfallen lassen, welche lustigen Posen sie machen...sehr amüsant)... hatte dafür dann aber den ganzen Mittwoch ein taubes Knie *g*.

Mittwoch und Donnerstag haben wir dann immer ein paar Wanderungen gemacht (ich bin allein auf dem Mount John gekletter, was bei über kniehohem Schnee schon ganz schön anstrengend war), Abends gegrillt, tagsüber gelesen und Spiele gemacht. Sehr entspannend, da man wirklich nichts anstrengendes machen musste, weil man ja nichts arbeiten konnte. Ach ja, mein Auto haben wir noch ausgegraben. Das war auch ne Aktion. Erst Schneeschaufeln ohne Ende (auf dem Foto seht Ihr Brian, Dave und Mike, die mir ganz doll geholfen haben) und dann hat Brian mich rausgeschleppt, da mein Auto natürlich keinen halben Meter selbst gefahren ist.

Donnerstag früh hatten wir auch Fun ohne Ende. Nicola (Brians Frau und die Hostelmanagerin) hatte uns Mittwoch abend verraten, dass Brian Donnerstag Geburtstag hat. Und sie hatte uns vorher schon verraten, dass er sich schon die ganze Zeit gewünscht hat, mit ihr mal in Badesachen in den Schnee zu gehen (ich hab ihm die ganzen 3 Tage gesagt, dass ich das gern mit ihm mache, aber er wollte immer nicht). Wir sind also Donnerstag früh alle 6.30 aufgestanden, die Männer haben Frühstück vorbereitet und 7.00 haben wir den Feueralarm ausgelöst (der nicht zur lokalen Feuerwehr verbunden ist, konnte also nix passieren) um Brian und Nicola in Schlafzeug aus den Betten zu locken. Dann haben wir sie so wie sie waren in den Schnee gesteckt. Anschließend hatten wir alle zusammen ein leckeres Frühstück. Abends waren wir alle zusammen im japanischen Restaurant... yummy, endlich mal wieder Sushi zur Feier des Tages. Donnerstag waren die Straßen dann auch wieder offen, der Strom war seit Mittwoch wieder da, aber die Straßen waren noch etwas eisig und Handys haben immernoch nicht funktioniert, so dass die anderen mich überredet haben, lieber noch einen Tag zu warten und nichts zu riskieren (...."one more day, only one more day"...das war Steffis Spruch). Die letzten die dann noch da waren (Steffi aus Germany, Axelle aus Frankreich, Dave aus Alaska, Mike aus der Schweiz und Nicola) alle zusammen vorm Feuer geschlafen... sehr gemütlich, wenn auch die Nacht nicht lang war, da Dave wie ein Wasserfall locker 2 Stunden am Stück quatschen kann, was mich dann doch etwas irre gemacht hat, so dass ich dann auch wohl den ein oder anderen etwas nervös gemacht habe.

Als es dann Freitag ans Abreisen ging gabs dann noch eine Überraschung... mein Auto wollte nicht mehr anspringen, so dass wir erst noch einen Automechaniker holen mussten um den kleinen wieder fit zu machen. Der Abschied war dann schon etwas traurig, da wir sehr gute Freunde geworden waren.

tekapoteam


Mit Mike und Steffi bin ich dann also nach Timaru gefahren. Samstag früh haben wir Mike verabschiedet... und bereits Samstag Abend haben uns Axelle und Dave so vermisst, dass sie zu uns nach Timaru gekommen sind. Wir waren dann die halbe Nacht im Pub, haben Rugby geschaut und getanzt bis zum Abwinken........ Abwinken werd ich jetzt auch, denn schließlich muss ich ja den Schlaf von ner halben Woche nachholen.

Die restlichen Bilder gibts übrigens hier.

Ach ja, bis Ende Juli bin ich noch in Timaru, Ihr dürft also gern noch viel Post schicken :-)

Donnerstag, 1. Juni 2006

Mount Cook & Mein Geburtstag

Hallo Ihr Lieben,

also erst mal moechte ich mich fuer die vielen Karten und EMail bedanken die ihr mir geschickt habt. Ich freu mich ja immer sehr ueber Post, aber es ist echt toll, dass man auch am anderen Ende der Welt noch Geburtstagspost bekommt.
Die letzten Wochen hab ich so dies und das gemacht, war viel in Timaru und Umgebung wandern, mit den Kollegen noch eine Abschiedsparty von zwei Kollegen feiern und ich war immer fleissig Samstags zum Karate-Training usw. !!
Letztes Wochenende dann (weil mich viele gefragt haben was man am anderen Ende der Welt zum Geburtstag macht) wollte ich einen besonderen Ausflug machen und bin zum Mount Cook gefahren. Das ist hier der hoechste und tollste Berg, rund herum Gletscher und Gletscherseen in denen sich der Mount Cook (Aoraki) spiegelt und einfach toller Landschaft.
Da bin ich also Samstag um 6.00 aufgestanden, 3 Stunden dort hin geduest, wobei es sich ab halber Strecke echt beschissen gefahren hat, da ich mitten in einer dicken Wolke gefangen war, wo man nicht mal mehr die Hand vor den Augen sehen konnte, der Pukaki Lake war auch verschwunden und man konnte um sich herum nur noch Nebel sehen. Als das dann noch anhielt als ich schon im Mount Cook Village war, fand ich das ganze nicht mehr so toll. Als ich dann allerdings auf der ersten Wanderung war (3h bis zu einem Gletschersee mit kleinen Eisbergen, ueber Haengebruecken, Baeche und Sumpfland) ist die riesige Wolke innerhalb kurzer Zeit verschwunden. Auf dem Weg habe ich dann Heidi Seidel aus Chicago (schon 4. Generation Amerikanerin, aber der Deutsche Name blieb noch erhalten) kennengelernt und wir haben dann zusammen (fast) alle Wanderungen gemacht, die es dort in der Gegend gibt - alles wunderschoen - Schnee, Tuerkisblaues Wasser, Eisberge, Berge....
Uebernachtet haben wir in dem **** Backpackers am Mount Cook - sehr nett mit Sauna und allem.
Ausserdem war am Samstag das grosse Rugby-Game. Da sind wir natuerlich noch in den naechste Kneipe gegangen, haben ein ordentliches Kiwi-Bier gekauft und Rugby geschaut. Das war sehr lustig, weil der Nebel auf dem Spielfeld so dick war, dass man bei einer Totale nur ein paar schwarze und gelbe Punkte gesehen hat, keine Spieler mehr. Und wenn sie dann mal naeher dran war haben immer ganz viele Leute auf einem Haufen uebereinander gelegen, was ich alles nicht richtig verstanden habe.
An meinem Geburtstag dann sind wir sehr frueh aufgestanden und sind auf den hoechsten Berg in der Naehe vom Dorf gewandert (super anstrengend, waren auf halber Hoehe schon total k.o. und ein paar Einheimische sind munter an uns vorbei - fast gejoggt - und waren dann schon wieder auf dem Weg nach unten als wir noch nicht mal oben waren... naja, sie meinten man gewoehnt sich dran... ich weiss ja nicht).
Oben angekommen hatte man einen wahnsinnig schoenen Ausblick auf das Dort, Mount Cook und die umliegenden Berge. Ausserdem gab es dort 'Red Pools', Mini-Seen die ganz tolle Reflexionen vom Mount Cook abgebildet haben - sehr chic.
Anschliessend sind wir in das Tasman Valley gefahren und haben alle Wanderungen rund um die 'Blue Lakes' und den 'Tasman Glacier' mit dem Glaciersee absolviert. Man kann echt Stunden verbringen nur auf Eisberge zu schauen - im Sommer kann man uebrigens mit einem Paddelboot auf den See fahren und die Berge anfassen. Um diese Jahreszeit faengt es an zuzufrieren, da ist das ann nciht mehr so einfach.
Auf dem Rueckweg habe ich dann Heidi in Tekapo abgesetzt und bin dann puenktlich zum Abendessen zu Hause gewesen.
Vicki hat ganz lieb extra Schweinebraten fuer mich gekocht und Rotwein gabs dazu und ein Lied hab ich auch vorgesungen bekommen (ein anderes Lied hab ich spaeter auch noch von zu Hause geschenkt bekommen...).
Montag gabs sogar noch Blumen... von Deutschland nach Neuseeland :-))

... sooo, naechstes Wochenende ist wieder ein nettes langes Wochenende und ich werd zur Maui Show in Christchurch gehen und danach weiter zum Arthur's Path fahren, wo man wunderbar wandern kann (aber nur, wenn nciht alles voll Schnee ist...)

Tschuessi!

Donnerstag, 4. Mai 2006

Alles Oki Doki

Hallo Ihr Lieben,

es gibt zwar Tsunami-Warnungen fuer Neuseeland und den Pazifik, da es heut frueh ein groesseres Erdbeben in Tonga gab, Ihr muesst Euch aber keine Sorgen machen, da nur die Nord-Ostkueste der Nordinsel betroffen ist, ich aber ganz sicher an der Ostkueste der Suedinsel sitze. :-)

.... ich warte uebrigens immernoch auf die Flut von Briefen und Emails von Euch.....ob sich der Postbote verirrt hat????

Sonntag, 30. April 2006

ein Wochenende zu Hause

Dieses Wochenende hab ich mal etwas entspannt - oder bin zumindest nicht hektisch und touristisch durch die Gegend gefahren, sonder hab mal alles versucht aufzuholen, was ich bisher nicht geschafft habe - mehr oder weniger erfolglos.
Nachdem wir Freitag Nacht 2 DVDs geschaut haben, musste ich dann Samstag doch etwas länger schlafen und war dann beim Karate - das is jetzt noch besser, weil endlich noch ne Frau zum Training kommt :-)
Sonntag hab ich mich mit Katerina (eine Arbeitskollegin, deren Mum aus Deutschland ist) zum Wandern getroffen. Sie hat mir außerdem gezeigt wie man Wolle spinnt - ich hab jetzt also schon echte Neuseeländische Wolle gesponnen, auch wenn man das Resultat noch nicht wirklich zeigen kann *g*.
Ansonsten hab ich für Euch die ganzen Fotos hochgeladen. Die Videos brauchen noch etwas, da ich nur 10 insgesamt hochladen kann, also die ersten erst mal löschen muss bevor ich weitere hochladen kann.
Und ich versuche schon seit ich hier angekommen bin endlich meine Website zu aktualisieren....wird wohl noch etwas dauern, aber ich hoffe es wird überhaupt noch.
Ach ja - Radfahren waren wir natürlich jeden Tag. Am Wochenende und unter der Woche nach der Arbeit - wir sind jetzt also echt fit (auch wenn die Waage was anderes sagt *schnief*)....
So, ich geh jetzt schlafen und wünsch Euch einen schönen Sonntag & einen tollen freien Montag (will auch frei haben, 1. Maifeiertag gibts hier nur leider nicht)

Freitag, 21. April 2006

Grosser Ausflug nach Queenstown

Mein zweiter langer Ausflug steht bevor, diesmal auch mit ziemlich langer Autofahrt. Am Dienstag ist ANZAC-Day (erinnert an NZ Soldaten die im Krieg gefallen sind - und ist ein Feiertag!) und darum habe ich mir Montag freigenommen um einen groesseren Ausflug zu machen, nach Queenstown, Wanaka und alles in der Gegend. Dazu habe ich mir den "Lord of the Rings Location Guide" von Ian Brodie geholt, da dort unten fuer jede Szene ein bisschen was gefilmt wurde. Allerdings habe ich auch von mehreren Leuten schon gehoert, dass nicht mehr viel davon wiederzuerkennen ist. Na mal sehen. Auf jeden Fall wird das eine laengere Autofahrt von ca. 4 Stunden am ersten Tag um erst mal nach Wanaka zu kommen und danach sind es dann kleinere Strecken.
Wie es war erfahrt ihr dann also fruehestens am Mittwoch.
Ansonsten hoffe ich, dass bis dahin mein Schreibtisch ueberhaeuft ist mit Post von Euch ?!!!!! :-)

Es gibt wirklich Dinge, die ueberall auf der Welt gleich sind

... wie zum Beispiel das totale Dahinschmelzen aller Frauen, wenn Patrick Swayze in Dirty Dancing auf dem Bildschirm erscheint... egal ob auf Englisch oder Deutsch, in Neuseeland oder Deutschland.
Das haben wie naemlich am Wochenende in Tekapo geschaut - 4 Frauen zusammen, die Maenner dazu haben sich schnell verzogen *ggg*

Dienstag, 18. April 2006

Telefonieren & Party & Wandern

So, jetzt bin ich nach meinem schoenen langen Wochenende wieder zurueck auf Arbeit. Aber die Woche ist ja nur kurz und am Samstag geht es auf die naechste grosse Tour, da am kommenden Dienstag NZ DAY ist und mein Chef gerade zugestimmt hat, dass ich Montag frei haben darf.
Ich bereite mich naemlich langsam auf die grossen Wanderungen vor und muss darum gleich naechstes WE wieder trainieren ;-) . Am Wochenende habe ich alle Wanderwege absolviert, die man um den Lake Tekapo machen kann, bin also 2 Tage lang je 5-6 Stunden gewandert. Ach ja, Bilder gibt es natuerlich auch. Das Wetter war wirklich nochmal traumhaft. Waerend ich in kurzen Sachen auf einem der Berge neben dem See sass, waren die Gipfel der hoeheren Berge schon in Schnee gehuellt. Wir duerfen also auf eine tolle Skisaison hoffen :-) Uebernachtet haben wir ganz spannend in einem zusammenfaltbaren Camping-Anhaenger und in der letzten Nacht hat es so laut gestuermt, dass ich nur mit Ohrenstoepseln schlafen konnte - jaja, wir verweichlichten Europaer.
Die Party war natuerlich auch super - sehr feucht, viel leckeres Essen (jajaja, ich geh ja jetzt oft Fahrrad fahren), ein paar lustige Schweizer die hier schon seit 25 Jahren wohnen - Walti kann sogar jodeln!! - und mit mir Polonaise gemacht haben (was dummerweise keiner der Kiwis verstanden hat...) und viele nette Kiwis.

Und kaum war ich zu Hause musste ich doch erst einmal Skypeout einrichten, dass ich endlich mal nach Hause telefonieren konnte. Das klappt auch ganz gut und klingt gar nicht soo schlecht.

Donnerstag, 13. April 2006

Endlich ein langes Wochenende!

Hallo alle zu Hause, während Ihr jetzt wohl erst ins Bett geht, starte ich gerade ins lange Osterwochenende. Nachdem aus der langen Wanderung (ich wollte gern einen der Great Walks bestreiten) nun doch nichts wird (Saison bald zu Ende, sehr kalt, ganz schön weit weg, keiner will mit), fahre ich in wenigen Stunden mit Vicki zum Lake Tekapo (ein wunderschöner See mitten in den Bergen), wo ich einige Wanderungen machen werde, wir Samstag Abend auf eine Geburtstagsparty gehen und und ansonsten das ganze Wochenende entspannen werden.

Übrigens: ICH HABE JETZT EINE NEUSEELÄNDISCHE HANDYNUMMER!!: 02102775541

Sonntag, 9. April 2006

Arts & Crafts

Ein fauler Sonntag muss auch mal sein. Ich versuche immernoch verzweifelt meine Website etwas aufzufrischen, aber wenn man schon die ganze Woche auf der Arbeit vorm Rechner haengt und nach Feierabend noch so viel am Rechner macht kann man sich irgendwann nicht mehr aufraffen, und so muss ich gestehen, dass ich immernoch nciht viel weiter gekommen bin.
So auch nicht am heutigen Sonntag. Wir haben viel gefaulenzt und dann bin ich mit Katerina (eine Kollegin, deren Mutter aus Deutschland ist), ihren Kindern und Hannah (Vickis Tochter) zu einer Kunstausstellung gegangen. Was ich gekauft habe erfahren alle diejenigen, die mir mal schreiben (eine Karte oder einen Brief, denn nur eine postalische Antwort von mir verraet das Geheimnis :-) )

Samstag, 8. April 2006

Wanderung um den Mount Peel

Um mich an lange Hiks zu gewoehnen, bin ich diesen Samstag mit Sabine in die Gegend um Mount Peel gefahren und als die Strasse nicht mehr befahrbar schien sind wir weiter gewandert, inmitten von Bergen, ueber Fluesschen gesprungen , haben Wasserfaelle gesehen und uns etwas ausgetobt. --- und wenn dann erst der Norbi da ist, dann gehts auf die richtig grossen Touren *g*

On the run...

...Namibia, Neuseeland, Australien, Fiji, Brandenburg..... neue Geschichten aus meiner Welt

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